Allein der Gedanke, schon läuft es den Meisten kalt über den Rücken: Spinnen. Ihr Hunger ist gigantisch. Alle deutschen Spinnen vertilgen in einem Jahr mehr Insekten als alle Deutschen zusammen auf die Waage bringen. Auf dem Speisezettel stehen Fruchtfliegen, Libellen oder Hummeln. Wenn sich zum Beispiel eine Hummel in den Fangnetzen verfängt, gibt es für sie kein Entrinnen mehr. Sie bleibt todsicher hängen, die Spinne dagegen nicht.
Warum verfängt sich die Spinne nicht in ihrem eigenen Netz?
Die Fäden eines Spinnennetzes sind nicht alle gleich. Bei Bau des Netzes schießt der Faden aus einer Drüse am Unterleib der Spinne heraus. In der Luft erstarren die Stränge sofort. Sie sind wasserunlöslich und vor allem nicht klebrig. Ein solcher Faden ist dünner als Menschenhaare und übertrifft die Zugfähigkeit von Stahl. Sie reißen erst bei fünffacher Dehnung.
Jetzt der Trick: Ganz bestimmte Bahnen des Netzes sind mit winzigen klebrigen Tröpfen überzogen an denen die Beute hängen bleibt. Andere Wege bleiben für die Spinne frei. Kommt ein Spinnenbein aber doch an eine klebrige Stelle, kommt ein öliges Sekret zu Einsatz, wie ein chemischer Verdünner und das Spinnenbein ist wieder frei.