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Ich bekam ein Büchlein über Murphys
Gesetz geschenkt. Obwohl das Buch bereits 1990 veröffentlicht
wurde, ist es immer noch topp aktuell. Einige der besten Gesetzmäßigkeiten
habe ich auf dieser Seite zusammengefasst.
Murphyologische
Grundlagen
Murphys Gesetz ist die Präzesierung
und logische Weiterentwicklung der allgemeinen Entropielehre,
nach der alle Teilchen des Universums bestrebt sind, sich in größtmöglicher
Unordnung anzuordnen. Die Erkenntnis, dass besagte Teilchen auf
dem Weg dorthin Dir meistens einmal auf die Zehen fallen, führte
zu
Murphys Gesetz:
Wenn etwas schief gehen
kann, dann wird es auch schief gehen.
Mit der Erfindung des
Computers versuchte der Mensch zum ersten Mal, unbelebter
Materie eine gewisse Intelligenz einzuhauchen. Ein fataler
Entschluss. Denn bis zum heutigen Tag sind Computer zwar weder
intelligent noch kreativ. Jedoch Heimtücke, Hinterhältigkeit
und Verschlagenheit sind bei ihnen bereits optimal entwickelt.
So können wir Murphys Gesetz erweitern durch
Erste digitale
Ableitung:
Murphys Gesetz wird durch
Computer optimiert.
Da aber moderne Computer
heute bereits mehr als eine Sache gleichzeitig machen können,
folgt nahtlos die
Zweite digitale
Ableitung:
Alles geht auf einmal
schief.
Mit der Erfindung von
Checksumme, Korrektur- und Backup-Programmen sowie
fehlertoleranten Systeme erschließt sich dem staunenden - zum
Objekt degradierten - Menschen die Vielseitigkeit der
elektronischen Datenverarbeitung durch die
Dritte digitale
Ableitung:
Es geht auch schief, wenn
es eigentlich nicht schief gehen kann.
Werten wir den
reichhaltigen Erfahrungsschatz von Anwendern, Programmierern,
Entwicklern und anderen armen Schweinen aus, können wir nun
Murphys Gesetz und seine digitalen Ableitungen auf den
elektronischen Alltag gesetzmäßig anwenden:
Erste
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
Bei Computern ist nichts
undenkbar, geschweige denn unmöglich - außer dem Wünschenswerten.
Zweite
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
In der Welt der EDV enden
Pannen nicht, sondern gehen, einander überlappend ineinander über.
Dritte
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
Computer-Pannen warten
geduldig auf den ungünstigsten Zeitpunkt, um dann erbarmungslos
zuzuschlagen.
Vierte
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
Man kann sich bei
Computern auf nichts verlassen. Nicht einmal darauf, daß man
sich auf nichts verlassen kann.
Fünfte
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
-
Du kannst niemals
einer großen Panne entgehen, indem Du eine kleine
produziert.
-
Im besten Fall wird
sich die kleine Panne zur großen hinzugesellen, um diese zu
unterstützen
Sechste
elektronische Anwendung von Murphys Gesetz:
Niemand kann sich sich so
viele Pannen vorstellen, wie im Inneren eines Computers
passieren.
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