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Aufgabe:
Eine Garnrolle ist unter
das Bett gerollt. Ein Faden-Ende schaut noch heraus. Je nachdem,
wie man zieht, kommt die Rolle heraus oder rollt noch tiefer
unter das Bett. Wieso?
Lösung:
Die Garnrolle
kann so liegen, dass sich der Faden von oben oder dass er sich
von unten abspult. Im ersten Fall gibt es kein Problem, dann
rollt die Garnrolle immer in Richtung des Zuges am Faden. Der
Faden laufe also von unten ab. Wir betrachten reines Rollen,
kein Gleiten. Man hüte sich vor allem, die Rollachse als
Drehachse zu betrachten; dadurch wird alles viel schwieriger.
Momentane Drehachse ist die Verbindungslinie der beiden Punkte,
wo die Rolle den Boden berührt. Zieht man unter einem zu
steilen Winkel, dann läuft die Verlängerung des Fadens
unterhalb dieser Drehachse vorbei, und der Zug am Faden erzeugt
ein Drehmoment, das die Rolle nach hinten, weiter unter das Bett
dreht. Man muss so flach ziehen, dass diese Verlängerung
oberhalb der Drehachse läuft. Bei sehr voller Rolle ohne erhöhten
Rand ist der kritische Winkel oft sehr klein. Dann kann man
notfalls etwas abwickeln, bis die Rolle gehorsamer wird.
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